Was schön war im August 2017

Ich bin ein bisschen spät dran für einen Monatsrückblick, aber das macht ja nichts. Der August war so randvoll mit persönlichen Highlights, das er sich prima dafür eignet diese Sache mit dem Monatsrückblick zu starten, die ich schon länger auf dem Zettel hatte. Ich will mich auf die schönen Dinge konzentrieren, die schlechten seh ich sowieso, daran muss mich niemand erinnern. Mein Glas ist seit jeher halbleer und meine Antennen für das, was falsch läuft, was ich nicht kann und nicht weiß und niemals hinkriegen werde sind sehr viel empfindlicher als die für das Gute. Positives Denken und so – wurde sicher nicht von mir erfunden. Darum ist es Zeit für ein Gegengewicht. Man kann es ja in die eine wie in die andere Richtung übertreiben. Kommen wir also zu dem, was schön war im August. Achtung, es wird fotolastig (denn eigentlich mache ich die Serie nur um die ca. 1000 Bilder rauszuhauen, die sich im Laufe eines Monats bei mir ansammeln).

Heiligenhafen

Da war zum einen der Ostsee-Kurzurlaub, den ich mit meinen Jungs gemacht habe. Nur eine Nacht, von Sonntag auf Montag, da war was in der Bretterbude frei (sie nennen es Sonntagsschnabber und nein, ich bekomme hierfür kein Geld von denen). Es war nicht nur easy, denn die momentane Vorliebe meiner Söhne für Fäkalsprache (auf Hotelfluren, am Strand, in der Eisdiele, in voller Lautstärke) hat mich ziemlich in den Wahnsinn getrieben, aber wir haben uns auch einfach den Wind um die Nase pusten lassen, konnten mit nur einer Schicht Kleidung an den Strand gehen (yay!), hatten einen unanständigen Haufen Pommes und Eis und weil die beiden ab dem Morgengrauen partout nicht mehr in ihren coolen Betten schlafen wollten haben wir eben dem Sonnenaufgang über der Ostsee zugeguckt. Das machen wir nächstes Jahr bestimmt nochmal. In der Hoffnung, dass lautes „Kackscheiß“-Rufen in Dauerschleife bis dahin schon wieder uncool ist.

Ja, da drunter ist das Meer.

Me in the freaking Elbphilharmonie

Ich könnte jetzt eine richtig schöne Geschichte daraus stricken. Nach dem Muster „Man kann alles schaffen, wenn man nur wirklich, wirklich dran glaubt“, aber das ist ätzend, also lass ich’s und halte an dieser Stelle nur fest: dass ich mal in der Elbphilharmonie lande, mit meinem Cello, auf der Bühne, das ist nun wirklich eine Verkettung von vielen, vielen glücklichen Umständen, die alle aufzuzählen eine abendfüllende Angelegenheit wäre. Ich lasse auch das sein und freu mich einfach wie Bolle, dass ich einen großartigen Abend mit vielen netten Leuten hatte. Und dass ich die Aftershowparty verlassen musste, als sie gerade lustig wurde, ist im Nachhinein vielleicht auch besser, weil laut „Time of my life“ zu singen ist dann doch irgendwie peinlich. 🙂

So sieht ein vom Glück geknutschter Mensch aus. 🙂

Und so die Cellisten-/Bassisten-Garderobe mit dem schicksten Ausblick aller Zeiten.

Ein paar schöne Sommerabende

Derer gab es ja nicht so viele, umso mehr hab ich sie genossen. Die Jungs haben mir viele, viele Sandkuchen gebacken (mit Blumen!), „Happy birthday“ im Duett dazu gesungen, auch wenn niemand Geburtstag hatte und mit dem Gartenschlauch Feuerwehr gespielt. Ich bin noch nicht bereit für den Herbst. Irgendwelche Tipps, wie man sich den schöntrinken kann?

„Ein Jahr in Bildern“ ist fertig geworden

Ich habe ja schon verschiedene Methoden ausprobiert, um meine zigtausend Fotos nicht auf irgendwelchen Festplatten vergammeln zu lassen.  Der neueste Versuch heißt: ein Jahr, ein Buch. Komplizierter als das darf es nicht sein, sonst mache ich es nämlich nicht, aber ich glaube darüber schreibe ich nochmal gesondert. Es ist dann natürlich ein sehr dickes Buch geworden, 360 Seiten stark um genau zu sein, aber es ist so schöööön! Wen das interessiert: ich lasse bisher alle Bücher bei Blurb drucken und bin damit sehr zufrieden. Artifact Uprising fände ich auch toll, wenn deren blöder Editor nicht ständig abstürzen würde. Nachdem mir die Arbeit von etlichen Stunden da schon mehrfach flöten gegangen ist, habe ich aufgegeben.

Ein Ausflug ins Büsenbachtal

Mit vorherigem Frühstück auf dem schönen Hof Wörme (siehe oben). Mein Mann und ich haben ganz verwegen einen kinderfreien Vormittag für einen Ausflug ins Büsenbachtal genutzt.

Das war nicht ganz so harmonisch, wie es eventuell klingt – natürlich wegen seiner Weigerung seine Kleidung farblich auf die Heide abzustimmen (siehe oben). So ganz ungestört durch die Gegend zu schlendern, ohne Maaaaamaaaa-Rufe und Unfälle und Geschwisterstreitereien war trotzdem eine tolle Sache und eine wohlriechende noch dazu.

Sankt Peter-Ording

Dafür gibt es nur dieses eine Symbolbild, so entspannt war das. So entspannt, wie es mit Kindern nur geht (ich bin nüchtern geblieben, keine Sorge). Das war damals – vor vierzehn Jahren – der Grund, warum ich unbedingt nach Hamburg wollte. Weil gefühlt überall Wasser ist und man selbst in der Innenstadt irgendwie das Meer riechen kann. Und weil man an manchen Tagen nur entscheiden muss, ob man an die Nord- oder die Ostsee fährt.

Gelesen im August

Unglaublicherweise fast nix. Ich habe ein paar Sachen angefangen und wieder weggelegt, mich hat diesen Monat nichts so richtig interessiert. Wahrscheinlich habe ich mir den Lesehunger für „Müttergefühle. Zwei“ aufgespart, das am 4. September erschienen ist. Ich werde berichten!

Gesehen im August

Schon wieder „The Affair“. Auch darüber werde ich wohl noch ausführlich berichten müssen. Vielleicht. Weil ich finde, dass das eine geniale, differenzierte, saugut geschriebene Serie über genau das ist, eine Affäre (weswegen alle die Krise kriegen und das nicht gucken wollen – oder doch gucken und dabei dann die Krise kriegen). Aber was Noah, die Hauptfigur, in einer der ersten Folgen über seine Frau sagt: „She was beautiful, rich and kind of artsy. I wanted to be beautiful, rich and artsy, so I married her.“ Darüber kann man mal nachdenken…

Wie war denn bei Euch im August schön? Und was sollte ich im September unbedingt lesen? Habt ein schönes Wochenende!

 

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