New York, Schokokuchen und eine HNO-Vorlesung – 5 Freitagslieblinge am 17. März 2017

Diese Woche war nicht so schön. Die Kinder hatten neulich irgendeinen Keim aus dem Kindergarten angeschleppt, der sie selbst für gerade mal zwei Tage umgehauen hat, mich aber leider nachhaltig. Ich könnte meinen Kopf gerade prima als Anschauungsobjekt in der HNO-Vorlesung anbieten, die Entzündungslehre für das gesamte Gebiet wäre eindrucksvoll abgedeckt. Die widerlichen Details erspare ich Euch, bitte, gern geschehen. Früher (also vor den Kindern) war ich sehr selten krank. Deswegen werde ich jetzt, wo es mich doch öfter erwischt, ziemlich weinerlich. Fast so wie mein Mann. 😉

Das Buch der Woche gibt es diese Woche nicht. Zum Lesen war ich meistens zu matschig. Deswegen habe ich diese schönen Sachen auf dem Foto oben einfach nur angeguckt. Aus gegebenem, aber (vorerst) nicht näher erläutertem Anlass. Man darf gespannt sein!

Das Essen der Woche hatte ich neulich mal bei „A Pinch of Style“ entdeckt. Ich mag ja keine Schokolade, aber alles, wo Schokolade drin ist. Kuchen zum Beispiel. Und das hier ist der wohl unkomplizierteste Schokokuchen der Welt. Man kann ihn wunderbar mit Kleinkindern backen, ohne dass man ihre Aufmerksamkeitsspanne zu sehr strapaziert – und lecker ist er auch!

Was den Lieblingsmoment nur für mich betrifft – der wirft jetzt vielleicht ein seltsames Licht auf mich, aber was soll’s. Wann immer ich krank bin oder einfach so richtig schlechte Laune hab, gucke ich „Mamma Mia“. Und singe laut mit. Ja, richtig. Es ist mir völlig unmöglich danach weiter schlecht gelaunt zu sein und selbst Kranksein ist dann nicht mehr so schlimm. Ich habe auch schon lauter tolle Dinge nur wegen dieses Films gemacht. Ein paar Monate auf Kreta studiert zum Beispiel. Laut ABBA singend…

Oh, und Meryl Streep. <3 Highly underrated, meiner Meinung nach.

Der Lieblingsmoment mit den Kindern war endlich mal wieder ein Moment draußen. Das Leben hier ist soviel einfacher, wenn es im Freien stattfindet. Die Jungs spielen zufrieden vor sich hin, Nachbarskinder kommen und gehen – und ich kann einfach nur dasitzen und ihnen dabei zugucken wie sie Sand von A nach B fahren. Besser geht’s nicht!

Die Inspiration der Woche habe ich bei „A Cup of Jo“ gefunden (großartiger Blog). Die Schriftstellerin Amy Krause Rosenthal ist diese Woche infolge ihrer Krebserkrankung verstorben. Ich hatte schon ihre rührende Kontaktanzeige für ihren Mann gelesen und dann hier diese schönen Texte aus ihrem Buch „Encyclopedia of an Ordinary Life“ entdeckt, wo sie Alltagsgeschichten von A bis Z aufgeschrieben hat. Vor allem diese hier unter R hat mich nachdenklich gemacht:

RETURNING TO LIFE AFTER BEING DEAD – When I am feeling dreary, annoyed and generally unimpressed by life, I imagine what it would be like to come back to this world for just a day after having been dead. I imagine how sentimental I would feel about the very things I once found stupid, hateful or mundane. Oh, there’s a light switch! I haven’t seen a light switch in so long! I didn’t realize how much I missed light switches! Oh! Oh! And look – the stairs up to our front porch are still completely cracked! Hello cracks! Let me get a good look at you. And there’s my neighbor, standing there, fantastically alive, just the same, still punctuating her sentences with you know what I’m saying? Why did that bother me? It’s so… endearing.

Schön in dem Artikel sind auch die Listen von Nora Ephron mit dem, was sie vermissen wird (my kids, waffles, the concept of waffles) und dem, was sie nicht vermissen wird (dry skin, funerals, bras). Was ich vermissen würde? Auch meine Kinder. Und wie sie nach einem Tag voller Sonne riechen. Meinen Mann, und wie er sich jeden Tag ans Klavier setzt. Gesinge und Getanze im Wohnzimmer. Mamma Mia. Was ich nicht vermissen würde? Zahnarztbohrer. Unnötige Sorgen. Rechtspopulisten. Und Ihr?

Habt ein schönes Wochenende. Und mehr Freitagslieblinge findet Ihr wie immer bei der BerlinMitteMom.

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